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Schulentwicklungsplanung im Landkreis Teltow-Fläming: FDP fordert grundlegende Nachbesserungen

Die aktuelle Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung im Landkreis Teltow-Fläming stößt auf deutliche Kritik der FDP. Der FDP-Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Marcel Lietsch sieht in der vorliegenden Planung erhebliche Mängel und fordert eine grundlegende Überarbeitung.

Chaos bei der Schulentwicklungsplanung

Chaos bei der Schulentwicklungsplanung

Zweifel an Datenbasis und Transparenz

Aus Sicht der FDP weist die Planung gravierende Schwächen in der Datengrundlage auf. Insbesondere werde der Zuzug in der Nordregion nicht realistisch abgebildet. Nachverdichtungen in bestehenden Wohngebieten fänden ebenso wenig ausreichende Berücksichtigung wie die tatsächliche Altersstruktur neu zuziehender Familien.

Zudem kritisiert Lietsch, dass freie Schulen – etwa die Evangelische Grundschule Mahlow – in den Prognosen nicht einbezogen wurden. Dies führe zu einer verzerrten Darstellung der tatsächlichen Versorgungssituation.

Deutliche Unterversorgung in Blankenfelde-Mahlow

Besonders kritisch ist nach Einschätzung der FDP die Situation bei weiterführenden Schulen in Blankenfelde-Mahlow. Während in anderen Kommunen des Landkreises rechnerisch 20 bis 35 Jugendliche Einwohner auf eine Klasse an einer weiterführenden Schule kommen, liegt dieser Wert in Blankenfelde-Mahlow und Großbeeren bei nahezu 60.

„Etwa ein Drittel der Kinder aus Blankenfelde-Mahlow findet keinen weiterführenden Schulplatz vor Ort“, erklärt Lietsch. „Das führt zu unzumutbar langen Schulwegen und zeigt eine klare strukturelle Unterversorgung.“

Unverständlich sei zudem, dass der bereits dokumentierte Bedarf für eine Gesamtschule in Blankenfelde-Mahlow in der Planung keine Berücksichtigung finde.

Interessen der Gemeinde kaum berücksichtigt

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die aus Sicht der FDP unzureichende Einbindung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Trotz ihrer Größe und Bedeutung innerhalb des Landkreises würden die Interessen der rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohner kaum berücksichtigt.

Auch bereits vorliegende kommunale Konzepte – wie die Schulentwicklungsplanung der Gemeinde aus dem Februar 2025 – seien offenbar nicht in die Kreisplanung eingeflossen. Hier fordert die FDP Aufklärung.

FDP fordert grundlegende Korrekturen

Die FDP im Landkreis Teltow-Fläming fordert die Kreisverwaltung auf, die Planung umfassend zu überarbeiten. Grundlage müsse eine realistische Bedarfserhebung sein, die sich an den tatsächlichen Einzugsgebieten der Schulen orientiert.

Darüber hinaus spricht sich die FDP dafür aus, kommunale Schulen stärker einzubeziehen und Schulwege als entscheidenden Faktor in der Planung zu berücksichtigen.

„Eine Schulentwicklungsplanung darf nicht an der Realität vorbeigehen“, so Lietsch. „Jedes Kind sollte die Chance auf einen wohnortnahen Schulplatz in der bevorzugten Schulform haben.“